> Tätigkeitsbericht 2004

Tätigkeitsbericht 2004

 

1. Mitglieder

Pfr. Stefan Roth, Zermatt (Präsident); René Hefti-Stauffer, Valbella (Vizepräsident); Dr. Urs Bischof, Gentilino; Dr. Odo Camponovo, Solothurn; Pfr. Andreas Fuchs, Lenzerheide; P. Markus Gemperli, Bad Ragaz; GV Dr. Martin Kopp, Brunnen; Amadé Perrig, Zermatt; P. Kolumban Reichlin, Einsiedeln (Sekretär)

2. Tätigkeiten

Konstitution
Im Frühjahr 2004 haben die DOK und der Bischof von Lugano das durch eine Arbeitsgruppe vorbereitete Statut der sprachregionalen Kommission für Tourismus-, Freizeit- und Pilgerseelsorge für die deutsche und rätoromanische Schweiz sowie das Tessin einstimmig genehmigt und in Kraft gesetzt. Ferner wurde die Kommission vervollständigt durch die Ernennung eines Vertreters der DOK in der Person von Herrn Generalvikar Dr. Martin Kopp, Ingenbohl sowie durch die Bestätigung der beiden von der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen Vertreter aus der Tourismusbranche, Herrn René Hefti von Valbella (GR; ehemaliger Tourismusdirektor von Lenzerheide-Valbella) und Herrn Amadé Perrig von Zermatt (VS; ehemaliger Tourismusdirektor von Saas-Fee und Zermatt), durch die DOK.

Am 4. Mai traf sich die Kommission zur konstituierenden Sitzung. Die Anwesenden wählten Pfarrer Stefan Roth, Zermatt, zum Präsidenten und Herrn René Hefti-Stauffer, Lenzerheide, zum Vizepräsidenten der Kommission. Das Präsidium wurde von der DOK und dem Bischof von Lugano bestätigt. Damit ist die Kommission für Tourismus-, Freizeit- und Pilgerseelsorge neu bestellt und kann sich ihren Aufgaben widmen.

Finanzierungsfrage
Zunächst befasste sich die Kommission mit der Finanzierungsfrage. Obwohl die Kommission eine ehrenamtliche ist und der bürokratische Aufwand auf ein Minimum beschränkt bleiben soll, sind die Kommissionsmitglieder der Überzeugung, dass es von Seite der DOK - als dem offiziellen Auftraggeber der Kommission - eine finanzielle Starthilfe braucht. Nach Rücksprache mit der DOK hat deren Präsident, GV P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, ein Schreiben an die SeelsorgerInnen der Tourismuspfarreien der deutschsprachigen Schweiz mit der Bitte um finanzielle Unterstützung verfasst, damit die Kommission erste Projekte realisieren kann.

Auftrag, Erwartungen und Möglichkeiten
Erste Kontakte mit SeelsorgerInnen zeigen, dass die Erwartungen an die Kommission hoch sind, vor allem im Bereich Tourismusseelsorge. Dass es wieder eine Koordinationsstelle für Fragen der Tourismus-, Freizeit- und Pilgerseelsorge gibt, wird von den SeelsorgerInnen mit Interesse zur Kenntnis genommen; es fehlt auch nicht an konkreten Wünschen und Anregungen und an der Bereitschaft zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit. Erstere zu sammeln und im Rahmen des Möglichen umzusetzen, bildet eine der herausfordernden, künftigen Tätigkeiten der Kommission.

Der Kommission ist es ein Anliegen, der positiven Erwartungshaltung der SeelsorgerInnen mit dienstbereitem Realismus zu begegnen. Der Einsatz aller Kommissionsmitglieder ist ehrenamtlich und deren Auftrag muss neben zahlreichen anderen Aufgaben erfüllt werden. Trotz zeitlich und finanziell minimaler Ressourcen wird die Kommission sich bemühen, ihr Möglichstes zu geben und durch ihre Tätigkeit einen bescheidenen, aber doch sinnvollen und hilfreichen Beitrag zu Gunsten einer fruchtbaren Seelsorgearbeit in den Bereichen Tourismus, Freizeit und Wallfahrt zu leisten. Die Kommission sieht ihren Auftrag vor allem darin, nützliche und praktische Impulse, Informationen und Unterlagen zu sammeln und den SeelsorgerInnen zur Verfügung zu stellen; die konkrete Umsetzung ist Aufgabe der Verantwortlichen vor Ort.

Bestandesaufnahme
Um hinsichtlich eines zu erarbeitenden Tätigkeitsplanes grössere Klarheit und Effizienz zu schaffen, fand in einem ersten Schritt ein Austausch - eine Art Bestandesaufnahme - über Vorhandensein und Aktivitäten von Unterorganisationen und Angeboten vor allem im Bereich Tourismusseelsorge auf Diözesanebene statt. Dieser Austausch liess diözesan und regional sehr unterschiedliche Engagements und Sensibilitäten erkennen. Konkrete, wirksame Initiativen vor Ort basieren sehr oft auf dem grosszügigen, unentgeltlichen Einsatz dienstbereiter Männer und Frauen. Bisweilen bedarf es auch weiterer Rücksprachen der Diözesanvertreter mit den Verantwortlichen auf Bistumsebene, um in diesen Fragen noch grössere Klarheit zu gewinnen.

 

3. Vorgesehene Aktivitäten

Informationsschreiben
In der ersten Hälfte des Jahres 2005 sollen Tourismuspfarreien (und zu einem späteren Zeitpunkt auch Wallfahrtsstätten) angeschrieben und darüber informiert werden, dass es wieder eine zentrale Anlaufstelle gibt und auf welche Weise und in welchem Rahmen sie Hilfe zu leisten und Anregungen zu vermitteln vermag. Dieses Informationsschreiben soll auch in der SKZ und in diversen Hotelrevues publiziert werden.

Homepage
Als praktische und leicht zugängliche Dienstleistung für SeelsorgerInnen ist ein Internetauftritt der Kommission in Planung. Auf der Homepage sollen wichtige Informationen bezogen, Ideenbörsen konsultiert oder auch hilfreiche Unterlagen und Handreichungen für die praktische Seelsorge herunter geladen werden können.

Verschiedenes
Unter anderem wird auf vielfachen Wunsch hin die Bereitstellung fremdsprachiger Textblätter für die Sonntagsgottesdienste auf der geplanten Homepage geklärt. - Ebenfalls auf der Homepage soll ein Ideenkatalog zu konkreten Themen erstellt werden: Wie werden wichtige Pfarreiinfos (Gottesdienstzeiten, kirchliche Aktivitäten und Veranstaltungen) an die Touristen gebracht usw. - Besondere Bedeutung misst die Kommission der Frage der Ausbildung künftiger SeelsorgerInnen zu; zu klären ist eine Hinführung bzw. Sensibilisierung für die Bedeutung der Tourismusseelsorge in der Schweiz in den drei deutschschweizer Pastoralkursen (Chur, St. Gallen und Luzern). - Eine ebenfalls wichtige, wenn auch nicht vorrangige Thematik bildet die Ökumene im Bereich Tourismus- und Pilgerseelsorge.

Pater Kolumban Reichlin