> Tätigkeitsbericht 2003

1. Neukonzeption

Nachdem die frühere KAKIT als Kommission der Schweizer Bischofskonferenz seit Jahren nicht mehr aktiv war, wurde sie durch diese aufgelöst. Im Jahre 2002 hat eine Arbeitsgruppe im Auftrag der SBK ein neues Konzept einer gesamtschweizerischen Kommission "Tourismus-, Freizeit- und Pilgerseelsorge" ausgearbeitet. Dieses Konzept mit einer 50%-Sekretariatsanstellung konnte aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden. Deshalb hat die SBK die Bildung sprachregionaler Strukturen beschlossen. Zuständig ist die DOK für die deutschsprachigen Bistümer, das Bistum Lugano und die Abtei Einsiedeln, und die COR für die französischsprachigen Teile der Bistümer und die Abtei St-Maurice. Die SBK hat Abt Martin Werlen, Einsiedeln, und Abt Joseph Roduit, St-Maurice, angefragt, ob die Geschäftsführung dieser sprachregionalen Kommissionen durch Angehörige der beiden Abteien Einsiedeln und St-Maurice wahrgenommen werden könne. Beide Äbte haben ihr grundsätzliches Einverständnis
gegeben. Den beiden Äbten kommt es zu, den jeweiligen Koordinator zu bestimmen, an dessen Sitz sich auch die Geschäftsstelle der sprachregionalen Kommissionen befindet. Als Koordinator in der deutschen Schweiz hat Abt Martin Werlen im Frühjahr 2003 Pater Kolumban Reichlin bestimmt.

Bei einer Aussprache zwischen Abt Martin Werlen, Dr. Urs Köppel – Direktor von migratio sowie Animator und umsichtiger Begleiter dieses Übergangsprozesses und der Neukonzeptionalisierung – und Pater Kolumban Reichlin wurden die Erwartungen und Möglichkeiten dieser neuen Ausrichtung der Kommission für Tourismus-, Freizeit und Pilgerseelsorge diskutiert und die positiven und negativen Aspekte angesprochen. Als wichtig erachtet wurde ein Meinungsaustausch über die neue Ausrichtung, die Erwartungen der Tourismuszentren, die mögliche Zusammenarbeit auf sprachregionaler Ebene und die Frage nach der Notwendigkeit einer nationalen Koordination. Beschlossen wurde die Einberufung einer Sitzung mit Vertretern der Deutschschweizer Ordinariate sowie des Bistums Lugano zur Behandlung dieser Themen. Die Einladung richtete sich an jene, welche in der bisherigen Arbeitsgruppe mitgearbeitet und somit auch Kenntnis der Problemstellung hatten.

Die Arbeitsgruppe hat bei diesem Treffen ihr Bedauern ausgedrückt, dass keine gesamtschweizerische Lösung getroffen werden kann. Die Beschlüsse der SBK verlangten die Diskussion neuer Statuten und einer entsprechenden Struktur. Es wurden schliesslich die Arbeitspapiere, welche die Arbeitsgruppe im vergangenen Jahr ausgearbeitet hatte, daraufhin geprüft, wie sie auf das neue Modell übertragen werden können und die entsprechenden Anpassungen vorgenommen. Der Entwurf der überarbeiteten Statuten wurde der SBK eingereicht und in der Dezemberkonferenz 2003 behandelt. Die SBK hat den Vorschlag grundsätzlich gutgeheissen. Dieser wurde nun zur Genehmigung und Inkraftsetzung an die DOK sowie an den Bischof von Lugano weitergeleitet.


2. Weiteres Vorgehen

Die Kommission besteht neben je einem Vertreter der Bistümer Basel, Chur, St. Gallen, Sitten und Lugano sowie der Abtei Einsiedeln aus einem Vertreter der DOK sowie zwei Vertretern der Tourismusbranche. Letztere gilt es ausfindig zu machen und der DOK sowie dem Bischof von Lugano zur Bestätigung vorzuschlagen. Sobald diese Vertreter bestätigt und die Statuten durch die DOK sowie durch den Bischof von Lugano genehmigt und in Kraft gesetzt sind, wird sich die Kommission zur konstituierenden Sitzung zusammenfinden und nach der Wahl eines Präsidenten ihre Arbeit spätestens in der zweiten Hälfte des Jahres 2004 aufnehmen können.

Pater Kolumban Reichlin