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Statut der sprachregionalen Kommission "Tourismus-, Freizeit- und Pilgerseelsorge" für die deutsche und rätoromanische Schweiz sowie das Tessin

1. Zweck und Aufgabe

1.1 Die sprachregionale Kommission "Tourismus- und Freizeitseelsorge" ist eine Kommission der Bistümer Basel, Chur, St. Gallen, Sitten und Lugano sowie der Abtei Einsiedeln und ist der DOK und dem Bischof von Lugano unterstellt.

1.2 Der Zweck der Kommission besteht in Animation, Promotion und Koordination der Pastoral in Tourismus und Freizeit sowie an Pilgern und Wallfahrern.

1.3 Die Kommission hat folgende Aufgaben:

  • Sie begleitet und sensibilisiert die Seelsorgerinnen und Seelsorger in Entsende- und in Empfangsgebieten durch Erfahrungsaustausch, Kontakte und Vermittlung von Impulsen im Zusammenhang mit Tourismus, Freizeit und Wallfahrten.
  • Sie hat den Auftrag, Unterlagen zur Seelsorge in Tourismus, Freizeit und Wallfahrten auszuarbeiten und den Pfarreien und weiteren Seelsorgediensten zur Verfügung zu stellen.
  • Sie bildet Arbeitsgruppen, die nach Bedarf Teilgebiete der Gesamtaufgabe bearbeiten.
  • Sie steht in Verbindung mit der Päpstlichen Kommission für "Menschen unterwegs" und sucht Kontakte mit den Kommissionen für die Tourismusseelsorge anderer Bischofskonferenzen zum Austausch von Erfahrungen und Unterlagen.
  • Sie prüft in ökumenischem Geist die Zusammenarbeit mit entsprechenden Gremien anderer Konfessionen und Religionen, die im gleichen Bereich tätig sind.
  • Sie arbeitet nach Möglichkeit mit Hochschulen und Institutionen zusammen, welche im Bereich des Tourismus, der Freizeitgestaltung und der Pilgerfahrt tätig sind.
  • Sie erstellt einen jährlichen Tätigkeitsbericht an die DOK und an die Schweizer Bischofskonferenz und erarbeitet notwendige Stellungnahmen.

2. Mitglieder

2.1 Die Kommission besteht aus:

  • Je einem Vertreter der Bistümer Basel, Chur, St. Gallen, Sitten und Lugano sowie der Abtei Einsiedeln, wobei dieser Vertreter Koordinator der Kommission ist
  • dem Vertreter der DOK
  • zwei Vertretern der Tourismusbranche.

Die Kommission kann zur Erfüllung ihres Auftrags Fachleute zu spezifischen Fragen beiziehen, die nicht Mitglieder der Kommission sind.


2.2 Wahl der Mitglieder

  • Die Vertreter der Diözesen werden von den zuständigen Ordinariaten bezeichnet
  • die Vertreter der Tourismusbranche werden von der Kommission vorgeschlagen und von der DOK sowie dem Bischof von Lugano bestätigt.

2.3 Amtsdauer

  • Eine Amtsperiode dauert 5 Jahre
  • die Amtsdauer der gleichen Person soll drei Amtsperioden nicht überschreiten
  • Demissionen sind jener Stelle einzureichen, welche das Kommissionsmitglied ernannt hat; eine Kopie des Demissionsschreibens ist dem Koordinator der Kommission zuzustellen.

3. Organe

  • Die Kommission führt jährlich mindestens zwei Sitzungen durch.
  • Sie wählt einen Präsidenten, welcher von der DOK und dem Bischof von Lugano bestätigt wird.
  • Der Koordinator erstellt in Absprache mit dem Präsidenten die Einladung mit der Traktandenliste und stellt sie den Mitgliedern der Kommission zu. Er verfasst die Protokolle der Sitzungen.
  • Beschlüsse der Kommission werden mit der Mehrheit der Stimmen der anwesenden Kommissionsmitglieder gefasst.

4. Der Koordinator

  • Der Koordinator für die sprachregionale Kommission für die deutsche und die rätoromanische Schweiz sowie das Tessin wird bestimmt durch den Abt von Einsiedeln.
  • Er führt die Geschäfte der Kommission und arbeitet mit den Kommissionsmitgliedern und den Arbeitsgruppen, welche die Kommission einsetzt, zusammen.
  • Er erledigt die Sekretariatsarbeiten der Kommission und führt das Archiv für die Tourismusseelsorge.
  • Er richtet die Spesen der Kommissionsmitglieder und die Aufwendungen für Projekte aus; er erstellt jährlich innerhalb des Tätigkeitsberichts einen Finanzbericht zuhanden der DOK.
  • Er pflegt die Verbindung mit anderen Organisationen und Institutionen, welche im gleichen Bereich tätig sind.
  • Er stellt die Unterlagen der Sitzungen der Kommission und der Arbeitsgruppen dem Ressortinhaber der Schweizer Bischofskonferenz zu.
  • Er trifft sich jährlich mindestens einmal mit dem Ressortinhaber der Schweizer Bischofskonferenz, mit dem Koordinator für die Westschweiz und dem Nationaldirektor von migratio zur Berichterstattung, zum Austausch von Erfahrungen und zur Koordination von nationalen Aufgaben der Tourismus-, Freizeit- und Pilgerseelsorge. Die nationale Koordination wird von migratio wahrgenommen.

5. Die Diözesanvertreter

Die Diözesanvertreter sind für die Seelsorge in Tourismus und Freizeit in ihrer jeweiligen Diözese verantwortlich. Sie stehen in regelmässigen Kontakten mit dem Koordinator für die sprachregionale Tourismusseelsorge. Pastorale Erfahrungen und Aufgabenstellungen werden regelmässig in den Kommissionssitzungen ausgetauscht.

6. Arbeitsgruppen

Zur Bearbeitung bestimmter Themen oder zur Aufarbeitung konkreter Probleme kann die Kommission Arbeitsgruppen einsetzen, deren Mitglieder nicht ausschliesslich der Kommission angehören. Die Arbeitsgruppen werden von einem Kommissionsmitglied präsidiert. Über ihre Tätigkeit wird an den Sitzungen der Kommission orientiert.

7. Finanzen

  • Die Mitarbeit in der Kommission ist ehrenamtlich. Die anfallenden Spesen der Kommissionsmitglieder werden grundsätzlich durch das Ordinariat, das die Vertretung bestimmt, übernommen.
  • Dem Koordinator werden die Spesen durch die DOK vergütet.

8. Schlussbestimmungen

Dieses Statut ist von der DOK genehmigt und in Kraft gesetzt worden am 16. März 2004.

 

Zürich, den 16. März 2004