> Botschaften zum Welttag des Tourismus 2008

Botschaft zum XXIX. Welttag des Tourismus (27. September 2008)

Der Tourismus stellt sich dem Klimawandel
Seit 1980 macht die Welttourismusorganisation (UNWTO) den 27. September jedes Jahres zum Welttag des Tourismus und verleiht ihm auch jedes Mal ein Thema, welches sich mit einem problematischen Aspekt des Tourismussektors beschäftigt. Das Thema 2008 lautet "Der Tourismus stellt sich dem Klimawandel".

Der Tourismus ist Bestandteil der aktuellen Klimaveränderungen, da er zum Erderwär-mungsprozess beiträgt. Für die Fortbewegung der mehr als 900 Millionen Urlaubsreisenden (bis 2020 sollen es mehr als 1,5 Milliarden sein) per Flugzeug, Schiff oder an Land werden umweltverschmutzende Treibstoffe verwendet; die Heizungs- und Klimaanlagen der Hotels setzen schädliche Gase frei.

Mit dem Welttourismustag 2008 will die UNWTO mit einer Reihe von Maßnahmen den vertretbaren Tourismus fördern. Man will dazu einladen, die Gewohnheiten der Menschen (vor allem der Touristen) zu verändern und die Hauptprotagonisten des Tourismus zu ermutigen, sich an die Situation anzupassen, weniger Klimaschädigung zu betreiben und neue Technologien einzusetzen.

Die Menschheit muss die Naturschätze der Erde bewahren und darf die Umwelt nicht zü-gellos ausbeuten. Das sagte Benedikt XVI. in Castelgandolfo am Samstag, 27. September 2008 in einer Ansprache an die Teilnehmer einer Tagung zum Welttourismustag. Vor Vertretern der Tourismusbranche gab Benedikt zu bedenken, dass der Tourismus einer der "Hauptausbeuter" der Natur sei und daher eine zentrale Rolle im aktuellen Klima-problem spiele. Solidarität, Nachhaltigkeit und Respekt vor der Schöpfung – das sollten, nach Meinung des Papstes, die Standards einer gesunden Tourismuswirtschaft sein:

"Ohne eine angemessene ethische und moralische Grenze wird das menschliche Verhal-ten zu einer Gefahr und Herausforderung. Die Erfahrung lehrt uns, dass der verantwor-tungsvolle Umgang mit der Schöpfung Teil einer gesunden und nachhaltigen Tourismus-wirtschaft ist – oder zumindest sein sollte. Umgekehrt schadet ein falscher Umgang mit der Natur und der Missbrauch anderer Kulturen auch dem Tourismus. Indem man lernt, die Umwelt zu respektieren, lernt man ebenso den Respekt vor anderen und sich selbst."

Damit die Naturschönheiten und Erholungsgebiete auch noch künftigen Generationen er-halten bleiben, muss jeder Urlauber sein eigenes Verhalten hinterfragen und vielleicht auf die eine oder andere Bequemlichkeit verzichten, so der Papst:

"Die Zerstörung der Umwelt lässt sich nur aufhalten, wenn sich eine Verhaltenskultur durchsetzt, die auch einen bescheideneren Lebensstil beinhaltet."

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Botschaft zum XXVIII. Welttag des Tourismus (27. September 2007)

Der Tourismus: offene Tür für die Frauen

Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone kritisiert in seiner Botschaft an den Generalsekretär der Welttourismusorganisation zum Welttag des Tourismus die Diskriminierung von Frauen beim Zugang zu Managementpositionen. 46 Prozent der Arbeitskräfte im Fremdenverkehr seien Frauen, aber dennoch würde sich in vielen Fällen die "vertikale Trennung der Frau von der Leitungsebene" hartnäckig halten. Die Ursache dafür sieht Bertone in "starken Vorurteilen", die für den Fortbestand von Stereotypen und "traditionellen Rollenzuschreibungen je nach Geschlecht" verantwortlich seien. Gleichzeitig rief der Kardinal die Nationalstaaten, die Tourismusbetriebe und die Gewerkschaften dazu auf, den Respekt vor der Frau zu schützen und zu entwickeln und für ihr Wachstum im Tourismussektor zu sorgen.

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Botschaft zum XXVII. Welttag des Tourismus (27. September 2006)

Der Tourismus bereichert

Der Tourismus ist ein grosser Reichtum. Das Reisen ist gleichsam ein Weg der Völkerverständigung. Auch Solidarität kann aus den Begegnungen zwischen Angehörigen verschiedener Kulturkreise wachsen.

"... il turismo è soprattutto affare di esseri umani. L'arricchimento che esso può produrre non deve essere, quindi, puramente economico o materiale. E' illuminante al riguardo quanto osserva il Concilio Vaticano: "La diminuzione più meno generalizzata del tempo di lavoro fa aumentare di giorno in giorno le opportunità per molti uomini. Il tempo libero sia a ragione impiegato per distendere lo spirito, per fortificare la salute dell'anima e del corpo,…, mediante viaggi in altri paesi (turismo) con i quali si affina lo spirito dell'uomo e gli uomini si arricchiscono con la reciproca: conoscenza" (Cost. Gaudium et spes, 61). Il turismo può propiziare un autentico sviluppo umano e sociale grazie alla crescente opportunità che offre di beni condivisi, di fecondi scambi culturali, di approccio a bellezze naturali e artistiche, di confronto fra mentalità, tradizioni e religioni diverse. ..."

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Botschaft zum XXVI. Welttag des Tourismus (27. September 2005)

Reisen und Transporte: von der imaginären Welt des Jules Verne zur Realität des 21. Jahrhunderts

"... Neue und ungeahnte Reisemöglichkeiten mit immer moderneren und schnelleren Verkehrsmitteln können den Tourismus zu einer günstigen Gelegenheit machen, die Güter der Erde und der Kultur zu teilen. ... Im Zusammenhang mit dem Tourismus muss jedoch immer den sittlichen Anforderungen Rechnung getragen werden. Es ist wichtig, dass sich alle, die in diesem Bereich Verantwortung tragen – Politiker und Gesetzgeber, Regierungsmitglieder und Finanzexperten – darum bemühen, durch die Gewährleistung der Sicherheit und der Erleichterung der Kommunikation die friedliche Begegnung zwischen den Völkern zu fördern. Die Veranstalter, die Organisatoren und alle, die in der Touristikbranche arbeiten, sind zur Verwirklichung von Strukturen aufgerufen, die den Tourismus gesund, populär und wirtschaftlich tragbar machen, und sich dabei immer darüber im klaren zu sein, dass bei jeder Tätigkeit – und somit auch im Tourismus – im Rahmen der Bemühungen um das Gemeinwohl das Hauptziel immer die Achtung vor der menschlichen Person bleiben muss. ..."

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Botschaft zum XXV. Welttag des Tourismus (27. September 2004)

Sport und Tourismus: zwei lebendige Kräfte im Dienst am gegenseitigen Verständnis, an der Kultur und der Entwicklung der Länder

"... Wir sind aufgefordert, einen Sport zu fördern, 'der die Schwachen schützt und niemanden ausschliesst, der die Jugendlichen von den Gefahren der Teilnahmslosigkeit und Gleichgültigkeit befreit und in ihnen einen gesunden Kampfgeist weckt. Ein Sport, der zur Emanzipierung der ärmsten Länder beiträgt und eine Hilfe zur Bekämpfung der Intoleranz und zum Aufbau einer brüderlicheren und solidarischeren Welt darstellt. Ein Sport, der dazu beiträgt, dass die Menschen das Leben lieben, und der zu Opferbereitschaft, Achtung und Verantwortung erzieht, damit der Wert eines jeden Menschen voll zur Geltung kommen möge.' ..."

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Botschaft zum XXIV. Welttag des Tourismus (27. September 2003)

Der Tourismus: treibende Kraft im Kampf gegen die Armut, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und für soziale Harmonie.

"... Die touristischen Aktivitäten können im Kampf gegen die Armut eine bedeutende Rolle spielen, sowohl in wirtschaftlicher als auch in sozialer und kultureller Hinsicht. Auf Reisen lernen wir andere Orte und Situationen kennen und merken, wie gross der Unterschied zwischen den reichen und den armen Ländern ist. Ausserdem können die örtlichen Ressourcen und Aktivitäten besser eingesetzt und dadurch die ärmeren Bevölkerungsschichten besser berücksichtigt werden. ..."

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Botschaft zum XXIII. Welttag des Tourismus (27. September 2002)

Ökotourismus als Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung

"... Ein intelligenter Tourismus möchte die Schönheiten der Schöpfung zur Geltung bringen und führt den Menschen dazu, sich ihnen respektvoll zu nähern, sich an ihnen zu erfreuen, ohne jedoch ihr Gleichgewicht durcheinander zu bringen. ... Aufmerksamkeit und Achtung gegenüber der Natur können Gefühle der Solidarität gegenüber Männern und Frauen fördern, deren menschliches Umfeld ständig von Ausbeutung, Armut, Hunger oder Mangel an Ausbildung und Gesundheit verletzt wird. Es ist Aufgabe aller Menschen, besonders aber der im Tourismus Tätigen, dahingehend zu wirken, dass diese Zielsetzungen verwirklicht werden. ..."

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Botschaft zum XXII. Welttag des Tourismus (27. September 2001)

Der Tourismus, ein Instrument des Friedens und des Dialogs zwischen den Kulturen

"... Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass der Tourismus, wenn er richtig verstanden wird, eine Chance für den Dialog zwischen den Völkern und Kulturen ist und somit einen wertvollen Dienst am Frieden leistet. Das Wesen des Tourismus bewirkt nämlich mehrere Umstände, die spontan zu diesem Dialog disponieren. ... Der Tourismus bringt den Menschen mit anderen Lebensweisen, anderen Religionen, anderen Weltanschauungen und Interpretationen der Menschheitsgeschichte in Kontakt. Dadurch entdeckt er sich selbst und die anderen, als Einzelne und als Gemeinschaft, eingetaucht in die weite Geschichte der Menschheit, als Erben und Geschwister eines familiären und zugleich fremden Universums. So bildet sich eine neue Sicht der anderen und weicht der Mensch der Gefahr einer sterilen Selbstbezogenheit aus. ..."

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Botschaft zum XXI. Welttag des Tourismus 2000 (27. September 2000)

Technology and Nature: Two Challenges for Tourism at the Dawn of the 21st Century

"... Technology and nature are two major challenges to tourism in our time. They prompt us to reconsider some of its significant aspects and the pastoral opportunities resulting from them.
Tourism is changing its appearance under pressure from new patterns of life. From being a time of 'rest', tourism is becoming more and more an opportunity for travel and cultural holidays. The widespread desire to 'rediscover' nature and the 'wish' to make new acquaintances and have new experiences are growing. By using the modern possibilities offered by technology, it is possible to make new contacts, family or community trips, and exchange visits between individuals of various cities and nations, especially young people.
Precisely because of its growing potential, tourism prompts certain reflections which are also emphasized by the message of the Great Jubilee. Here I would like to refer to two aspects of the Jubilee journey: the encounter with Christ and community sharing, which tourism can foster. If it is inspired by the Jubilee spirit, tourism can, in fact, become a providential opportunity for meeting others and a valuable occasion for solidarity. ..."

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